Die Füße vieler Geckoarten sind schon etwas Besonderes. Immer wieder ist man
erstaunt wie leichtfüßig einige Geckos an Glasscheiben, oder sogar unter der Decke laufen können. Diese Fähigkeit verdanken sie Millionen
kleiner Haftborsten unter ihren Zehen. Nur die große Anzahl dieser Haftborsten ermöglicht den Geckos durch die Kraft der Adhäsion
sich an einer Oberfläche festzuhalten. Das Haftvermögen ist so stark, das es das mehrfache des Körpergewichtes einiger Geckos
halten kann.
Hierbei handelt es sich um einen rein physikalischen Vorgang, für den die Geckos keine Kraft benötigen. Dieses beweist
auch die Tatsache, das tote Tiere an der Glasscheibe hängen können. Da für diesen Vorgang keine Kraftanstrengung nötig ist, sitzen
die Geckos auch gerne an senkrechten glatten Flächen. Durch das Aufrollen der Zehen von der Spitze her, lösen sie den Fuß wieder
von der Unterlage ab.
Um die Haftpolster herum befinden sich Sinneszellen, die ausschließlich auf den Randschuppen sitzen.
Diese dienen als Tastorgane, mit denen die Geckos z B. Flüssigkeiten wahrnehmen. Diese Sinneszellen überwachen auch die Stellung der
Zehen zueinander und den Haftvorgang.
Da sich auch die Haftborsten häuten, wird die Haut von den Geckos dort mit
äußerster Vorsicht abgezogen. Ein Verschmutzen der Haftlammellen, Beschädigungen oder Hautreste können bei den Geckos zu starken
Beeinträchtigungen führen. Es kann so weit gehen, das die Tiere nur noch auf dem Boden liegen und sich nicht mehr bewegen. Hautreste
müssen mit einem warmen Kamillebad entfernt werden. Hierbei werden die Füße ins Bad getaucht, und nach einigen Minuten wird die
alte Haut unter einer Lupe vorsichtig mit einer Pinzette abgezogen. Dieses sollte nur von erfahrenen Terrarianern praktiziert werden.
Da
viele Geckoarten am Boden leben, haben sich auch andere Formen der Zehen entwickelt. So besitzen
Wüstenbewohner z B.
feine kammartige Säume, oder auch richtige Schwimmhäute zwischen ihren Zehen.
Dies verhindert ein Einsinken im feinen
Wüstensand. Andere Geckos besitzen nur Krallen am Ende ihrer Zehen. Hierbei handelt es sich überwiegend um
Felsenbewohner oder
stark grabende Arten. |
|

 |
|
| Der Fuß von Eublepharis
besitzt keine Haftlammellen. Diese Geckos können nicht an glatten
Flächen laufen. Darunter der
Fuss von Rhacodactylus leachianus, der hervorragend an
glatten Flächen laufen kann
|
|